52Games #03 – »Natur« in From Dust

Ich habe es bisher vermieden, über From Dust zu schreiben bzw. mich überhaupt zu dem Spiel zu äußern, da ich es schlicht und ergreifend viel zu belanglos fand. Ich weiß nicht genau, wieviel Tiefe man von einer Simulation erwarten kann, denn nichts anderes ist From Dust für mich, doch das was ich hier bekam, reichte nicht mal für den kleinen Spielspaß zwischendurch.

Das 52Games-Thema »Natur« bringt mich aber nun doch dazu, ein kleines Wort zu dem Spiel zu verlieren. From Dust simuliert Naturgewalten, denen der Mensch machtlos ausgeliefert ist. Als ich das erste mal davon hörte war ich neugierig, beschloss es auf jeden Fall zu versuchen. Und tatsächlich beeindruckten mich die ersten Begegnungen mit Tsunamis, Dürre und Überschwemmungen in ihrer Erscheinung in einem Download-Titel. Das Spielprinzip, seinen Stamm mit einer kleinen Anzahl von Menschen am Leben zu erhalten, obwohl die Naturkatastrophen ein nahes Ende vermuten lassen, hat mich in den ersten Stages auch noch packen können. Ich legte auch immer Wert darauf, dass ich am Ende eines jeden geschafften Levels die ganze Insel in ihrer vollen Pracht erstrahlen lies. Pflanzen und Tiere schossen aus dem Boden und belebten die fade Sandinsel mit neuem, farbenfrohen Naturglanz.

Eigentlich kann ich rückblickend schon sagen, dass mir das Naturding von der Idee her schon gefallen hat, aber das Spielprinzip an sich reichte mir so nicht aus, um über mehrere Stages konsequent zu unterhalten. Es zog sich, es wiederholte sich, es erzählte keine wirkliche Geschichte. Es waren lediglich schöne Polaroid-Schnappschüsse sauber zusammengeklebt in einem Fotoalbum. Das Zeitlimit zum meistern der Aufgabe bis zur nächsten drohenden Katastrophe langweilte mich nach dem fünften Mal zu Tode, vor allem dann als ich bemerkte, dass noch ungefähr zehn ähnliche Stages vor mir lagen. Bis auf 1 bis 2 etwas kniffligere Level am Schluss wurde ich kaum herausgefordert und so bleibt am Ende des Tages wirklich nur zu sagen, dass From Dust mich fast ausschließlich nur optisch überzeugen konnte. Die einzigartige Macht der Naturgewalten wird in dem Spiel zwar deutlich, doch sie geht leider total in der Ödnis unter, weil einfach ein nachhaltiger Grund fehlt, warum das Spiel nun eigentlich in Erinnerung bleiben sollte.

Die bunte Flora und Fauna am Ende eines Levels reichte jedenfalls dafür leider nicht aus. Die sollte man vielleicht wirklich dann und wann lieber in der Realität erleben.

Zockwork Orange riefen zum tollen Projekt 52Games auf, an dem ich mich mit diesem Text über das dritte Thema Natur beteilige.

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