52Games #02 – »Kälte« in The Thing

Was dieses Projekt für mich eigentlich so besonders macht, ist, dass man tatsächlich mal über vieles nachdenkt, was man bisher schon spielte. Einiges fällt einem wieder ein, was man schon längst vergessen hat, oder vielleicht einmal spielen wollte, es aber nie tat. Ich habe für mich beschlossen, immer genau darüber zu schreiben, was mir zum Thema als erstes in den Kopf schiesst und nicht, was eventuell das bessere Spiel oder die naheliegendere Interpretation ist.

Also gut, woran dachte ich denn nun als ich vom Thema »Kälte« erfuhr. Es war der Third-Person-Shooter The Thing, das Spiel zum Film von John Carpenter. The Thing spielte ich so etwa 2003 und ich war damals wahrscheinlich die Einzige auf diesem Planeten, die den Kultfilm noch nicht kannte. Ich habe ihn tatsächlich erst nach dem Spiel gesehen und obwohl es ja zumeist anders herum ist, fand ich das Spiel sogar noch besser. Was aber nicht heisst, das der Film schlecht ist, er war eben nur nicht zuerst da. Der Film ist großartig und umso besser finde ich es, dass ich das Spiel noch großartiger finde.

Ich weiß einzelne Details gar nicht mehr genau. Die Gefahr zu erfrieren war aber ein elementarer Bestandteil des Spiels. Man landet mit seinem Trupp mitten in der Antarktis in einer Forschungsstation, um dort fraglichen Experimenten auf den Grund zu gehen. Der Spieler befindet sich zum Teil in geschlossenen Räumen, wo die Kälte logischerweise geringer ist. Tritt man allerdings nach draußen, erscheint die Kälte- bzw. Erfrierungsleiste und wir haben nur eine begrenzte Zeit, Aufgaben zu erledigen. Zwischenzeitlich muss man also immer wieder Orte finden, an denen man sich aufwärmen kann, ansonsten wartet der Spieletod. Heute gibt es das ja in einer Tour, beim Tauchen usw., aber hier war es eben die Kälte und ich fand es toll und spannend.

The Thing ist ein relativ farbloses Spiel. Viel Schnee, viel Eis, graue Gebäude, kalte Atmosphäre und viele, viele Monster. Was ich auch total mochte waren die moralischen Konflikte unter den Teammitgliedern. Es kann sogar soweit kommen, dass sie sich von einem abwenden. Manche drohen paranoid zu werden und man muß versuchen, sie als Teamchef zu beruhigen und so gut es geht zu motivieren, einem weiter durch die Kälte und die Station zu folgen. Verliert man also beispielsweise seinen Sanitäter, so ist niemand mehr da, der einen heilen kann und man muss seine Items zukünftig selbst beschaffen.

Ich weiß, heute ist das alles nichts neues, alles ein alter Hut, aber es kann mich immernoch begeistern, wenn es gut verpackt ist und hier war das der Fall. In The Thing geht es ums Überleben, also es ist quasi auch ein Survival-Horror-Game. Ich würde sogar sagen, dass es mit Dead Space eine gewisse Ähnlichkeit hat. Wer das Spiel noch nicht kennt, dem würde ich es sofort in die Hand drücken, wenn ich es noch hätte. Ich spielte es damals auf dem PC, ich glaube aber zu wissen, dass es auch eine PS2-Version gibt.

Zockwork Orange riefen zum tollen Projekt 52Games auf, an dem ich mich mit diesem Text über das zweite Thema Kälte beteilige.

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2 Gedanken zu “52Games #02 – »Kälte« in The Thing

  1. Toll, das muss ich unbedingt nachholen! Den Film von Carpenter fand ich super, das Remake habe ich mir lieber gespart bisher. Laut Wikipedia gibt es das Spiel auch für die erste Xbox und ist wohl kompatibel mit der 360.
    Lustig übrigens auch, dass das klassische „Das Buch ist viel besser als der Film“-Argument auch mit Spielen funktioniert und man viel besser seine eigene Phantasie einbringen kann.

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    1. Gibts auch für Xbox? Ich denke in dem Fall hole ich es mir nochmal. Ich habe gar nicht nachgesehen, weiß nur das ich irgendwann mal eine PS2-Fassung im GameStop sah. Ich weiß echt nicht, ob das Spiel damals verkaufstechnisch erfolgreich war, in aller Munde war es glaube ich nie. Ich fands aber echt gut. :)

      Das Remake habe ich übrigens auch noch nicht gesehen und werde es wohl auch nicht. Bei Filmen bin ich sowieso total wählerisch geworden. Früher habe ich mir viel mehr angesehen, auch Serien usw., aber ich habe echt keine Lust mehr auf diesen Massenkonsum, nur um meine wertvolle Lebenszeit (sind ja immerhin ca. 2h pro Film ^^) wieder mit irgendeinem Schrott zu verschwenden. Mal geht das, aber heutzutage ist mir da viel zu viel Schrott dabei. Ich versuche mittlerweile weise auszuwählen. :) Carpenters Version habe ich auf BluRay hier, da wusste ich gleich, das ich was taugliches kaufe.

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