ABZÛ

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Die namenlose Taucherfigur ist gut zu Wasser und taucht in das mit Seerosen bedeckte Gewässer hinab. Die Augen muten wach und ein wenig diebisch an und ich weiß nicht, wo sie herkommt, welche Sprache sie spricht und was uns beide erwarten wird, in dieser mir unendlich fernen Welt unter dem Meeresspiegel. In den ersten Sekunden nehme ich sattes, kräftiges Blau wahr, das Wasser wird durchbrochen von hellen Sonnenstrahlen, durch die ich sanft hindurchgleite, mit schlagenden Flossen und blubbernden Blasen. Schwimmen ist wie fliegen, nur wirkt die Welt schöner aus dieser Perspektive. Weiterlesen

WIRTZ-DVD „Auf die Plätze, fertig, los! Live in Berlin“

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Der Wirtz macht Ballett. Also nicht im Sinne von klassischem Tanz, sondern er war einfach fleissig. 2015 dürfte für ihn das Jahr der großen Schritte und neuen Verknüpfungen gewesen sein. Und es war das Jahr vieler Live- und TV-Auftritte. Daniel Wirtz gehörte in der diesjährigen Staffel von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ zur musikalischen Besetzung und konnte mit konträren Neuinterpretationen anderer Musiker überraschen und überzeugen. Vor allem erfuhr der Wahl-Frankfurter einen wahnsinnigen Boost an Popularität, womit er womöglich selbst nicht rechnete, zumindest nicht in diesem Ausmaß. Weiterlesen

Das jüngste Gericht oder was davon noch übrig ist…

Ich sehne den Tag herbei, an dem wir alle nicht mehr sind
– wir unsere Denke nicht mehr akzeptieren müssen,
unsere Lügen nicht mehr glauben müssen,
unsere Gefühle nicht verstecken müssen,
unsere Untaten nicht erdulden müssen
und am Zorn nicht mehr erkranken müssen.
– Ich begrüße den Tag, an dem wir uns schlicht
nicht mehr ertragen müssen.

Roxette; Mercedes Benz Arena, 27/06/2015

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Wie damals im Ferienlager. In der Disco. Der erste Kuss. Das erste Band-Shirt. Vom Radio auf Kassette aufnehmen. Bandsalat. Nostalgie pur. – Ich vergoss ein Tränchen bei „I call your name“ im Medley und das zeitlose „listen to your heart“ sang die ganze O2-World. Die Band ist mir sympathischer als je zuvor, man darf da auch gerne drüber lachen. Als Marie sich bei Per einhakte und beide von der Bühne gingen, schluck… ach ich bin einfach butterweich.

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WIRTZ „Auf die Plätze, fertig, los!“; Album-Review

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Daniel Wirtz hat einen Hang zum Bombast und zur Melancholie. Vor allem aber hat er auch starke Tendenzen zum Weltschmerz, welchem man vor allem auf seinen Alben „11 Zeugen“ (2008), „Erdling“ (2009) und „Akustik Voodoo“ (2011) frönen konnte. Hinter den starken rifforientierten Klängen dieser Platten ließ sich eine Verletzlichkeit vermuten, die man verpackt in dieser musikalischen Richtung nicht häufig hört, vor allem nicht im deutschsprachigen Raum. Weder überschwänglich pathetisch, aber auch nicht frei von Klischees. Wirtz Texte zeichneten sich bisher durch ihre leicht pessimistischen Inhalte aus, zerbrochenes Liebesglück und Gesellschaftskritik – all das, womit das Leben uns oft ins Wanken bringen kann, machte sich Daniel zu eigen und fand damit Gehör bei einem stetig wachsendem Publikum. Weiterlesen

Torres; Privatclub, 03/06/2015

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Oh man, Torres. Sie ist irgendwie alles, was ich nicht bin – einfach cool halt, haha. Sie war ganz allein auf der Bühne, ohne Band. Nur sie und die E-Klampfe, es war fantastisch. Von ‚New Skin‘ bis ‚Sprinter‘ alles gespielt. Tolle Stimme, sehr melancholisch und kräftig und irgendwie süß. Ein wenig erinnert sie mich gesanglich an die frühere Linda Perry, auch von den Texten her. Die Amis wissen sie glaube ich noch nicht so zu schätzen wie die Leute hier. Der Laden war voll und die Stimmung gut (geht doch Berlin). Ich würde sie sofort wieder besuchen und das werde ich wohl auch tun!

Marcus Wiebusch; Lido, 01/05/2015

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Juhu! Marcus Wiebusch hat uns gestern verraten, dass er wohl doch wieder vor hat, mit Kettcar zu musizieren. Aber das ist natürlich noch alles ganz geheim, haha. Mich freut das natürlich, aber er braucht sich auch Solo nicht zu verstecken. Sympathischer Typ, ein toller Musiker und Songschreiber und die Stimmung gestern Abend im Lido Berlin war um Längen cooler als bei den ganzen Verrückten draussen auf der Oberbaumbrücke. Es gab Kettcar-Songs und ein paar von Rantanplan, aber hauptsächlich die von seinem Solo-Album „Konfetti“ – eine absolute Hörempfehlung meinerseits.

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